
Panchakosha
Arbeit im physischen Körper.
2001 habe ich meine Physiotherapieausbildung absolviert. Schon damals spürte ich, dass es noch mehr gibt als unser feststofflicher Körper.
Direkt nach meiner Ausbildung waren 20 Patienten am tag keine Seltenheit. Es raubte mir Kraft und ich war unzufrieden, da die Menschen immer wieder mit den selben Symptomen auftauchten. Ich arbeitete völlig unbewusst ausserhalb des physischen Körpers. Doch es schien den Menschen zu helfen. Nur mir ging es immer schlechter und meine erste spirituelle Lehrerin, zu der ich durch eine Heilpraktikerin kam, vor ca 22 Jahren erklärte mir, dass ich mit Werkzeugen aus der geistigen Welt arbeite, die mir aber nicht mehr bewusst sind.
Dies war der Beginn meiner spirituellen Reise und die Initiation als Schamanin.
Vieles ist von da, bis Heute passiert.
Einen Bewusstseinsschub, was ich an den Menschen praktiziere, habe ich dann nochmals 2021 erfahren, als ich meine 200 h Yogalehrer-Ausbildung absolvierte, denn dort lernte ich, dass unser Atem (Prana) unsere Verbindung darstellt, zwischen dem physischen und den feinstofflichen Körpern. Um unser physisches System befinden sich nämlich die sogenannten PANCHA KOSHA 5 Hüllen. Ab diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, dass ich eine Gabe von Gott geschenkt bekam, bei Menschen im physischen und energetischen Körper zu arbeiten und dort Störfelder zu erkennen.
Das meiste befindet sich in den Faszien. Faszien stellen emotionale Netzwerke da. Nicht verarbeitete Traumata, nicht verarbeitete Emotionen speichern sich in den sogenannten Fibroblasten, welche sich zu einem dauerhaften Panzer anspannen können und sich auch nicht entspannen durch Übungen oder Medikamente. Genau an diesem Punkt setzt Panchakosha an!!!
Der Mensch liegt in stiller Rückenlage, auf der Liege, und alles beginnt am Ursprung – am Kopf. Sanft bette ich ihn in meine Hände und während sich meine Augen schließen, öffnet sich ein anderer Raum.
In diesem Augenblick werde ich leer, ein Gefäß ohne Form, ohne Wollen. Verbunden mit dem Wesen, das sich mir anvertraut.
Eine Reise beginnt. Nicht nur über Haut und Oberfläche, sondern tief hinein, als wäre ich selbst ein Teilchen, schwebend durch Zellen, durch Erinnerungen, durch das leise Flüstern dessen, was im Körper alles gespeichert ist.
Ein Feuerwerk der Synapsen erblüht, ein Tanz aus Wahrnehmung: Faszien erzählen, Farben fließen, Chakren leuchten in ihrer eigenen Sprache. Am Kopf entfaltet sich das große Ganze- ein erster Blick in die Weite des Seins.
Dann lasse ich mich weiter führen. Meine Hände wissen den Weg, gleiten dorthin, wo etwas ruft, wo Spannung spricht, wo Schmerz sich zeigt.
Der Druck kann tief sein, manchmal scharf wie ein Messer oder eine tiefe Erinnerung, die nicht vergessen wollte. Doch auch hier vertraue ich der Intensität, dem Moment, dem unsichtbaren Wissen, das wirkt.
Manchmal entstehen Worte, gesprochen oder gefühlt, wie Schlüssel zu verborgenen Türen. Gesichter tauchen auf, vielleicht von Eltern, Partnern, Kindern oder jenen, die namenlos und dennoch im System gespeichert sind-bis hin zu vergangenen Inkarnationen.
Manchmal öffnet sich eine ganze Geschichte, geboren aus Berührung und Bewusstsein. Und in all dem zeigt sich, was gesehen werden will: Blockaden, alte Wunden,Schmerz, der eine Stimme sucht.
Und plötzlich geschieht Wandlung: Verhärtetes wird weich, Faszien beginnen zu fließen, Gefühle brechen auf wie Wellen und der Mensch erinnert sich an sich selbst. Es ist ein Geschenk, in diesen Ebenen wirken zu dürfen, hier entfaltet sich meine Heiltriade: Seele, Geist und Bewusstsein finden zueinander zurück und berühren den Körper in seinem Zentrum.
Im Panchakosha verbinden sich alle Ebenen, denn nur im Einssein werden wir wirklich heil.
